Der KMU-Guide für die digitale Transformation

von David Lauchenauer am 12.04.2022, 2 min Lesezeit

Um mit der Digitalisierung der Wirtschaft Schritt zu halten, sollten sich schleunigst KMU auf den Weg machen. Die Transformation bestehender Strukturen und Prozesse in ein vernetztes, digitales Unternehmen erfordert einen kontinuierlichen Fortschritt. Um dabei nicht ins Straucheln zu geraten oder gar vom Pfad abzukommen, begleitet Sie dieser kompakte KMU-Guide bei der digitalen Transformation.   

Den digitalen Wandel akzeptieren 

Die Dynamik der Digitalisierung nimmt weiterhin zu. Viele KMU begnügen sich dabei mit punktuellen Veränderungen. Das ist zwar immerhin ein Anfang, doch zu wenig, um das Potenzial der digitalen Transformation wirklich auszuschöpfen. Nur, wer den digitalen Wandel wirklich akzeptiert und verinnerlicht, wird nicht aufhören, bis das gesamte Unternehmen komplett vernetzt und digitalisiert ist.  

Überzeugende Strategie entwickeln 

Wer vom digitalen Wandel überzeugt ist, kann auch eine überzeugende Strategie für die digitale Transformation entwickeln, die Notwendigkeit der Digitalisierung begründen und die dafür notwendigen Grundlagen schaffen. Das mag gerade in KMU viel Überzeugungsarbeit erfordern. Doch diese ist nötig, damit alle Mitarbeitenden die Veränderungen verstehen und ihren Teil dazu beitragen.  

Change-Management etablieren 

Veränderungen gehören bei der digitalen Transformation zur Tagesordnung. Damit diese nicht chaotisch verlaufen, braucht es ein zentrales Change-Management. Dieses koordiniert alle Maßnahmen der Digitalisierung, welche Auswirkungen auf die Prozesse, Strukturen, Organisation und Strategien im KMU haben. Und umgekehrt, denn in der Regel kommen die Impulse für Veränderungen aus den Fachabteilungen und dem Business.  

Trends und Treiber identifizieren 

Um die verschiedenen Impulse zu bündeln und strategisch umzusetzen, muss ein KMU die beeinflussenden Trends und Treiber in seinem Umfeld analysieren. Beispiele dafür sind veränderte Kundenanforderungen, Gewinnung junger Fachkräfte, Entwicklung konkurrenzfähiger Produkte, Reaktionen auf Margendruck und vieles mehr. Die Digitalisierung ist gerade für KMU eine einmalige Chance, sich im Wettbewerb neu aufzustellen.  

Unternehmen als Ganzes erfassen 

Jeder Unternehmensbereich hat seine eigenen Anforderungen, verfügt aber auch über ein individuelles Potenzial bei der Digitalisierung. Wichtig bei der digitalen Transformation eines KMU ist es, nicht in singulären Aktionismus zu verfallen. Stets muss das Unternehmen als Ganzes betrachtet werden. Nur so lassen sich die Maßnahmen integriert und in logischer Abfolge zusammenfügen. 

Iterative Planung, agile Umsetzung 

Eine schrittweise Umsetzung der Digitalisierung ist besonders für KMU empfehlenswert. Einerseits werden die personellen und finanziellen Ressourcen nicht überstrapaziert, andererseits bleiben die einzelnen Etappen überschaubar, planbar und kontrollierbar. Bei Bedarf kann schnell reagiert werden. Einzelne Iterationsschritte nach der agilen Methodik haben sich bei der digitalen Transformation sehr gut bewährt.  

Kompetenzaufbau fürs digitale KMU 

Mit der Digitalisierung verändern sich auch die Aufgaben und Anforderungen innerhalb des KMU. Neue Fähigkeiten im Umgang mit Daten sowie bei der Vernetzung und Automatisierung von Prozessen, Menschen und Maschinen sind unverzichtbar. Setzen Sie schon heute die Kompetenzschwerpunkte auf Themen wie Datenanalyse, Prozessautomation, Customer Experience, Employer Branding, Digital Marketing und E-Business.  

Die besondere Rolle der IT-Abteilung 

Dass die IT bei der digitalen Transformation eine zentrale Rolle spielt, liegt auf der Hand. Die Komplexität der Tools steigt mit zunehmendem Grad der Digitalisierung. Nebst dem Betrieb übernimmt die IT eine wichtige Funktion bei Beratung, Konzeption, Umsetzung und Innovationsmanagement. Herausforderungen, die KMU nur mit der Nutzung von Cloud-Services bewältigen können.  

Cloud-Services als ideale Grundlage 

Die digitale Transformation mag komplex erscheinen, sie wird jedoch weder an personellen noch finanziellen Engpässen scheitern. Denn die meisten Anwendungen, wie etwa ein modernes ERP-System als Datenplattform, lassen sich als Cloud-Services nutzen. KMU müssen sich nicht um Unterhalt oder Wissensaufbau kümmern, sparen Geld und Ressourcen. Gleichzeitig stehen alle Möglichkeiten der Digitalisierung offen.  

Digitaler Reifegrad überprüfen 

Der Weg zur digitalen Transformation ist ein längerer Entwicklungsprozess, nicht nur für KMU. Wie weit die Digitalisierung vorangeschritten ist und wo allenfalls noch Lücken bestehen, lässt sich mit verschiedenen Verfahren als „digitaler Reifegrad“ messen. Weitere Informationen finden Sie z.B. beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und diesem Link.  

 

David Lauchenauer
Über den Autor:
David Lauchenauer
David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe. 2021 leitete er erfolgreich den Verkauf von myfactory an Forterro.