Wie sicher ist die Cloud?

Die Cloud gilt mittlerweile als sicher, die deutsche und europäische Gesetzgebung hat auf neue Techniken reagiert und ein enges „Rechtskorsett“ geschnürt. Auch wenn man als Betroffener über die zahlreichen Auflagen stöhnt, die einem das Gesetz auferlegt, ist es dennoch der richtige Schritt. Der Schutz persönlicher und vertraulicher Daten kann nicht hoch genug eingestuft werden.
Selbst amerikanische Unternehmen tragen der strikten Rechtslage im europäischen Raum Rechnung und haben Ihre Rechenzentren ins europäische Ausland verlagert, um der amerikanischen Gerichtsbarkeit zu entgehen. Schließlich darf die USA auch keine Wohnungen im Ausland durchsuchen.
 

Allerdings ist nun genau diese vermeintliche Sicherheit der Daten ins Wanken geraten. Ein New Yorker-Bundesgericht wirft den amerikanischen Cloud-Anbietern einen großen Knüppel zwischen die Beine. Richterin Loretta Preska sagte „Es sei eine Frage der Kontrolle der Information, nicht des Speicherortes.“  und möchte nun genau mit dieser Argumentation Microsoft zur Herausgabe von im Ausland gespeicherten Informationen – in diesem Fall E-Mails – zwingen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Microsoft wird wohl Berufung einlegen. Sollte es im Berufungsverfahren zu der gleichen Entscheidung kommen, bedeutet das konkret: Die amerikanische Justiz kann Zugriff auf Daten verlangen, die von einem amerikanischen Unternehmen gespeichert sind – egal wo diese Daten abgespeichert sind. (http://www.reuters.com/article/2014/07/31/us-usa-tech-warrants-idUSKBN0G024I20140731)
 
Und genau da liegt die große Gefahr, denn dies ist mit deutschen und europäischen Datenschutzgesetzen nicht vereinbar. In aller Härte gesprochen, begibt sich jedes Unternehmen das personenbezogene Daten in die Hände eines amerikanischen Unternehmens gibt, in eine rechtliche Grauzone. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Daten in Deutschland, Irland oder sonst wo gespeichert werden. Hier müssen deutsche Unternehmen aufpassen und sehr sorgfältig und bewusst handeln.
Interessant wird es sein, wie die amerikanischen Cloud-Anbieter auf diese Gesetzeslage reagieren. Gerade im CRM-Bereich sind hochsensible Daten im Spiel. Deutsche Unternehmen sollten auf jeden Fall die Entwicklung im Auge behalten und ein „Worst-Case“-Szenario ausarbeiten, damit ein schneller, unproblematischer Wechsel gewährleistet werden kann.

myfactory hat bei der Auswahl seines Rechenzentrum-Partners sorgfältig gewählt und attraktive, günstige Angebote von Amazon und anderen amerikanischen Rechenzentren abgelehnt. Die Entscheidung fiel bewusst auf ein renommiertes deutsches Rechenzentrum. Die Daten werden in einem deutschen Rechenzentrum gespeichert, myfactory ist ein deutsches Unternehmen und somit fallen gespeicherte Daten unter das deutsche Recht. Der Kunde verliert nicht die Kontrolle über seine vertraulichen Daten.
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