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Supply-Chain-Management mit ERP

von David Lauchenauer

Unternehmen sind getrieben von der Prozesseffizienz, um in kompetitiven Marktumfeldern bestehen zu können. Das Zusammenspiel von Produkten und Informationen muss funktionieren – und zwar entlang der gesamten Wertschöpfungs- und Lieferkette. Um diesen durchgängigen Datenfluss zu gewährleisten, setzen Unternehmen auf ERP- und SCM-Systeme, die bei Beschaffung, Produktion und Distribution aktiv unterstützen. Dieser Artikel zeigt auf, wie Supply-Chain-Management mit ERP realisiert werden kann.


Material- und Informationsflüsse sprengen Unternehmensgrenzen

Mit Eingang einer Bestellung bei einem Industrie- oder Handelsunternehmen wird eine Kettenreaktion an Prozessen angestoßen, die von einer Vielzahl an Daten, Werten und Dokumenten bestimmt wird. Die relevanten Informationen des Auftrags werden anschließend abteilungs- und bereichsübergreifend im Unternehmen weiterverarbeitet, wodurch zusätzliche Daten und Dokumente entstehen. So bestätigt der Vertrieb den Auftrag, die Buchhaltung erstellt ggf. eine Rechnung für eine erste Abschlagszahlung und die Produktion erhält den Produktionsauftrag. Darüber hinaus ist die Materialwirtschaft gefragt, die etwaige Teilfabrikate oder zusätzliche Waren, die für den Produktionsprozess notwendig sind, beschaffen muss. Die Wertschöpfungs- und Lieferkette ist dabei lange nicht mehr nur auf das eigene Unternehmen begrenzt, sondern benötigt eine firmenübergreifende Kollaboration mit Lieferanten, die ggf. wieder von Unterlieferanten beliefert werden. Genauso kommuniziert der Kunde die Spezifikationen der Endkunden, die ebenfalls beachtet werden müssen. Hier ist es essenziell System- und Medienbrüche zu vermeiden, damit der Datenfluss entlang der Supply-Chain nicht ins Stocken gerät und darüber hinaus transparent nachverfolgt werden kann.
 
Material- und Informationsflüsse (Copyright: schmid + siegenthaler consulting gmbh)
 

Firmenübergreifende Planung von Mengen, Terminen und Kapazitäten mit SCM-Systemen

Die für die Erledigung des jeweiligen Auftrags notwendigen Daten, um Produkte, Mengen, Termine und Kapazitäten zu planen, finden sich in den jeweiligen ERP-Systemen der unterschiedlichen Unternehmen. Systeme zum Supply-Chain-Management ermöglichen es, diese einzelnen ERP-Lösungen betriebsübergreifend zu verbinden, wobei Lieferketten modelliert, simuliert, geplant und sogar in einem letzten Schritt optimiert werden können. Die IT-Systeme machen damit selbst komplexe, mehrstufige Supply Chains greifbar. Die aus diesem Prozess ausgelesenen Informationen lassen so eine detaillierte Planung und Optimierung der gesamten Wertschöpfungskette zu. Durch Methoden wie APS (Advanced Planning & Scheduling) oder APO (Advanced Planning & Optimization) berechnet das übergeordnete SCM-System aus diesen Daten aktuelle und zukünftige Werte zur spezifischen Planung von Produktionsprozessen. Die Ergebnisse können dann umgekehrt wieder ins eigene ERP-System eingepflegt werden, um entsprechend die Produktion zu planen.
 
SCM im Zusammenspiel mit ERP-Software (Copyright: schmid + siegenthaler consulting gmbh)
 

Reduzierte Fertigungstiefe als treibender Faktor

Für den Einsatz eines SCM-Systems sprechen zahlreiche Gründe, allen voran die vermehrte Spezialisierung von Unternehmen auf nur noch bestimmte Produktionsprozesse, um die Effizienz dieser Schritte zu steigern und gleichzeitig Kosten zu reduzieren. Im Ergebnis wird die Fertigungstiefe verkleinert, es müssen vermehrt Halbfabrikate oder Handelsprodukte zugekauft werden. In diesem Zusammenhang ist es unvermeidlich, dass Herstell- und Lieferprozesse mehr in den Fokus rücken und effizienter organisiert werden müssen. Besonders große Konzerne erwarten hier immer häufiger von den Zulieferern einen direkten Zugang zu Produktions- und Lieferdaten, um die Serienfertigung straffer zu planen. Dieser Zugang muss über das ERP-System erfolgen.


Vorteile und Chancen von SCM-Systemen

Der primäre Vorteil von Supply-Chain-Management-Systemen ist es ein ganzheitlicher Überblick über die gesamte Wertschöpfungs- und Lieferkette zu erhalten. Durch die effizientere Zusammenarbeit interner Unternehmensbereiche und externer Partner können transparente, aktuelle und ganzheitliche Informationen ausgetauscht werden. Im Ergebnis werden Termine und Kosten besser kontrolliert, eine vollständige Transparenz und Reaktionsschnelligkeit wird erzielt – und das steigert die Kundenbindung, da verlässliche Aussagen über Liefertermine getroffen werden können. Da der Aufwand für die Überwachung mehrstufiger Produktions- und Logistikprozesse sinkt, lassen sich nicht nur Kosten sparen, sondern auch neue Supply Chains realisieren – ohne die Prozesskosten zu erhöhen.

Ob nun ein SCM-System zum Einsatz kommt oder die unternehmensinterne Wertschöpfung isoliert betrachtet wird: Flexible, ganzheitliche ERP-Systeme bilden die Grundlage des modernen Supply-Chain-Managements. Hier laufen letztlich alle Informationen zusammen und sorgen so dafür, dass belastbare Aussagen zu Lieferterminen und eine effiziente Produktion gewährleistet werden kann. Je mehr Daten hierfür sinnvoll im Zusammenhang gebracht werden können, umso mehr kann die Produktionseffizienz gesteigert werden.
 

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory.BusinessWorld aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.
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