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Wissenswerte Fakten über Microservices

von David Lauchenauer am 06.03.2018

 

Bestehende Technologien standen Pate

Eigentlich ist es das perfekte Thema für einen Entwickler-Stammtisch. Sobald nämlich die Sprache auf Microservices kommt, wird ein Drittel ins Schwärmen geraten, der zweite Drittel vor den Nachteilen warnen und die übrigen behaupten, dass man das schon seit Jahrzehnten anwende. Dabei haben die letzteren gar nicht mal so Unrecht. Bereits in den 1990-er Jahren wurden die ersten service-orientierten Architekturen (SOA) entwickelt, welche im Prinzip die Vorläufer von Microservices sind. Auch die damit verbundenen Container-Technologien kennt man seit über zehn Jahren. Warum sorgen Microservices gerade jetzt für so viel Wirbel in der Softwareentwicklung? 
 

Native Cloud-Systeme als Treiber

Webbasierte Lösungen zeichnen sich durch eine hohe Skalierbarkeit aus, weil sich Softwarearchitektur, Funktionsumfang, Nutzungs- und Bereitstellungsmodelle – im Gegensatz zu monolithisch aufgebauten Applikationen – von Grund auf durch eine ausgeprägte Elastizität auszeichnen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von „nativen“ Cloud-Systemen. SOA-Strukturen unterstützen die Flexibilität dieser Systeme optimal. Dank Microservices kann die Größe von SOA-Einheiten noch stärker verfeinert werden. Dadurch wird die Erstellung und Weiterentwicklung von Anwendungen schneller, flexibler und einfacher. 
 

Eigenständige, robuste Container

Microservices sind in sich geschlossene Einheiten, welche unabhängig von anderen Microservices eingesetzt werden können. Damit unterscheiden sie sich klar von klassenbasierten Modellen, bei den stets alle Teile gleichzeitig produktiv gesetzt werden müssen. Im Verbund lassen sich Microservice-Container zu ganzen Anwendungen koppeln. Ein Vorteil dabei ist, dass jeder dieser Container in einer anderen Programmiersprache entwickelt sein kann und auf unterschiedlichen Plattformen lauffähig ist. Eine Variante von Microservices sind sogenannte Self-contained Systems, welche aus eigenständigen Webanwendungen bestehen. Diese kommen z.B. bei Otto oder Kühne+Nagel zum Einsatz. 
 

Dezentrale Entwicklungsteams

Die in sich geschlossene Einheit von Microservices ermöglicht den Einsatz von dezentralen, unabhängigen Entwicklungsteams. Dabei ist nur eine gemeinsam vereinbarte Integrationsmethode wichtig, wie z.B. REST, Webschnittstellen oder Datenbankreplikation. Damit verringert sich der Koordinationsaufwand bei der Applikationsentwicklung massiv. Was ansteigt, ist der Aufwand für das Testen und die Überwachung der sich im Umlauf befindlichen Microservices. Dieses Problem lässt sich jedoch mit geeigneten Automatisierungstools lösen. 
 

Förderung einer Innovationskultur

“Do One Thing and Do It Well.” Diese Maxime der UNIX-Philosophie (übrigens aus dem Jahr 1978) trifft auch auf Microservices zu. Entwickler können sich auf ein zentrales Anliegen konzentrieren und müssen nicht stets den gesamten Software-Koloss im Hinterkopf haben. Diese Methodik, in Verbindung mit den entsprechenden Tools, ermöglicht nicht nur die agile Entwicklung innovativer Lösungen, sie verändert gleichzeitig auch die Organisationsstrukturen und Zuständigkeiten. Die Verantwortung, Planung und Umsetzung der einzelnen Microservices wird den entsprechenden Teams übertragen, was erfahrungsgemäß zu einer erhöhten Leistungsfähigkeit und Innovationsbereitschaft führt. 
 

Merkmale und Nutzen von Microservices

Wie es der Name schon sagt, handelt es sich bei Microservices um Kleinstprogramme mit wenigen Codezeilen. Dank ihrer geringen Größe ermöglichen sie kurze Entwicklungszeiten und vereinfachen die Wartung. Sie lassen sich bei Bedarf ohne großen Aufwand ersetzen, ohne das Gesamtsystem dadurch zu destabilisieren. Dank ihrer Unabhängigkeit voneinander, vereinfacht sich der Entwicklungsprozess von Microservices. Applikationen lassen sich dadurch agiler und mit weniger Aufwand erstellen. Bereits heute nutzen zahlreiche Unternehmen wie Amazon, Netflix oder Zalando Microservice-Technologien, um ihre individuellen Geschäftsmodelle mit innovativen Anwendungen zu unterstützen. Insbesondere bei der Entwicklung von mobilen oder webbasierten Lösungen bieten Microservices dank ihrer Flexibilität und Robustheit enorme Vorteile. Gleichzeitig reduzieren sie das Entwicklungsrisiko im Vergleich zu monolithischen Softwarepaketen deutlich. Da Microservices gezielt eingebaut werden können, tragen sie zu einer laufenden Weiterentwicklung des Gesamtsystems bei.

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory.BusinessWorld aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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