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Weshalb ERP Anbieter auch Unternehmensberater sind

von David Lauchenauer am 19.02.2018

Moderne ERP-Systeme sind gemacht für den unternehmensweiten Einsatz. Als digitale Motoren sorgen sie dafür, dass der Datenfluss nicht ins Stocken gerät. Um diese Aufgaben zu füllen, müssen solche Gesamtlösungen richtig konfiguriert und implementiert werden. Nur so entfalten sie den vollen Nutzen und können jederzeit an neue Herausforderungen angepasst werden. Mit ihrem Know-how ermöglichen Spezialisten des ERP-Anbieters, das System optimal einzurichten. Dabei kommt es nicht nur auf die systemtechnischen Kenntnisse an, sondern ebenso sehr auf ein umfassendes Prozessverständnis. Die Einführung eines neuen Warenwirtschaftssystems ist stets eine ideale Gelegenheit, bestehende Organisationsstrukturen und Arbeitsabläufe zu überdenken und zu optimieren. Der ERP-Anbieter – Ihr Freund und Helfer? Das Beratungspotenzial wird oft unterschätzt. Dabei können IT-Profis weit mehr als nur Software bereitstellen.  
 

ERP-Projekte als Optimierungschance

Bereits bei der Initialisierung eines ERP-Projekts dreht sich alles um Strukturen und Prozesse. Nur wenn klar ist, wie ein Unternehmen funktioniert, kann auch die entsprechende Funktionalität „bestellt“ werden. Konkret heißt das: Mittels einer ausführlichen Bedarfsanalyse, bei der jeder Prozess durchleuchtet wird, wird die Ist-Situation dokumentiert. Wer sich damit begnügt, vergibt eine tolle Gelegenheit, sein Unternehmen zu optimieren. Die Ist-Prozesse sollten unbedingt mit einem Soll, d.h. einer Wunschform, verglichen werden. Bereits bei der Definition des Soll-Zustandes kann ein ERP-Anbieter ausgezeichnete Dienste leisten. Aufgrund seiner Erfahrung verfügt er häufig über ein breites und tiefes Fachwissen, was den State-of-the-Art einer Branche betrifft. Im Rahmen eines Prozess-Workshops, einer Voranalyse oder einer Machbarkeitsstudie kann ein solcher Anbieter sein Wissen einbringen und Ihnen konkrete Optimierungsvorschläge machen. 
 

Wissen aus verschiedenen Projekten

Natürlich stellt sich dabei automatisch die Frage, ob der ERP-Anbieter bei einem solchen Beratungsgespräche nicht aus Eigennutz handelt und z.B. nur das vorschlägt, was seine Software auch kann. Dem lässt sich am besten vorbeugen, wenn ein Anbieter gewählt wird, der sowohl über ausgewiesene Expertise als Consultant verfügt als auch über einschlägige Kundenreferenzen, welche zum eigenen Unternehmen passen. Vereint ein solcher Anbieter nachweisbares Wissen aus verschiedenen Projekten, können wertvolle, weil praxisnahe Kenntnisse genutzt werden. Im Sinne eines Benchmarks können bestehende Prozesse mit erprobten, bewährten Standards verglichen werden. 
 

Betriebswirtschaftliche Zusammenhänge

Kommen wir zurück auf die eingangs erwähnte betriebswirtschaftliche Relevanz von ERP-Systemen. Um solche Anwendungen in jedem Fachbereich möglichst effektiv einzurichten, verlangt ein Anbieter von seinen Mitarbeitenden, spricht von Projektleitern, entsprechendes Wissen. Nicht selten handelt es sich dabei um ehemalige Fachkräfte aus Logistik, Produktion, Finanzen usw. Ob diese wirklich etwas von der „Sache“ verstehen, zeigt sich häufig bereits bei der Vorstellrunde während der Angebotspräsentation des Anbieters. Ein Tipp: Lassen Sie sich unbedingt die für Ihr Projekt geplanten Projektleiter vorstellen und – wenn Sie deren Kompetenz überzeugt – auch zusichern. Sie gewinnen damit nicht nur einen IT-Profi, sondern auch einen profunden Berater. 
 

Methodisches Vorgehen als Grundlage

Als Resultat unzähliger Projekte entwickelt fast jeder ERP-Anbieter eine spezifische Projektmethodik, welche von der Bedarfsanalyse über die Prozessdokumentation bis zum detaillierten Realisierungskonzept ein effizientes Vorgehen gewährleistet. Nicht selten basiert diese Methodik auf anerkannten Theorien und Lehren. Als Kunde profitieren Sie dabei von der langjährigen Praxiserfahrung des Implementierungspartners. Das wiederum erspart Ihnen eine mühsame Lernkurve und reduziert das Projektrisiko. Auch hier lohnt es sich, bereits bei den ersten Gesprächen mit dem Anbieter nach der verwendeten Projektmethodik (inklusive Dokumentation und Change-Management) zu fragen.  
 

Fragen Sie Ihren Anbieter oder Projektleiter

Fachwissen und Methodenkompetenz des Anbieters sind Bereiche, welche bei der Selektion eines ERP-Systems oft zu wenig berücksichtigt werden. Der Fokus liegt in der Regel auf der Software-Funktionalität. Dabei geht vielfach vergessen, dass die externen Projektleiter über einen Erfahrungsschatz als Unternehmensberater verfügen, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Wenn Sie also nicht einfach „nur“ ERP-Software einführen wollen, sondern gleichzeitig mit der Einführung auch Ihre Unternehmensprozesse auf Vordermann bringen wollen: Lesen Sie nicht nur die Packungsbeilage, sondern fragen Sie Ihren Implementierungspartner oder Projektleiter.

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory.BusinessWorld aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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