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Public Cloud oder Private Cloud: Wo liegt der Unterschied?

von David Lauchenauer

Alles Cloud, oder was? Natürlich nicht. Was sich so einheitlich als die Wolke präsentiert, hat verschiedene Ausprägungen. Grundsätzlich stehen Unternehmen drei verschiedene Cloud-Modelle zur Verfügung: Public Cloud, Private Cloud und Hybrid Cloud. Da letztere lediglich eine Mischform aus Private und Public Cloud ist, wollen wir diese bei unserem heutigen Beitrag bewusst außer Acht lassen. Fragen wir uns stattdessen, wo die Unterschiede zwischen den beiden „Wolken“ liegen und worauf es ankommt, um das passende Modell für sein Unternehmen zu finden. 
 

Warum eigentlich zwei Modelle?

Cloud-Services sind Rechnerleistungen, welche über das Internet zur Verfügung gestellt werden. Unabhängig, ob es sich dabei um Speicherdienste, Software-Anwendungen oder Plattformen handelt, können diese Services unterschiedlich „exklusiv“ bereitgestellt werden. Das ist in etwa so, wie der Shuttle-Dienst zum Flughafen: Entweder teilen Sie sich das Fortbewegungsmittel (z.B. Bus oder Zug) mit vielen anderen Reisenden oder Sie bestellen ein Taxi nur für sich alleine. In beiden Fällen werden Sie Ihr Ziel – den Flughafen – erreichen. Während Sie bei der „öffentlichen“ Variante günstiger fahren, bietet Ihnen die „private“ Variante mehr Individualität. Und damit sind wir schon mitten drin im Dilemma bzw. in der Qual der Wahl zwischen Public und Private Cloud. 
 

Public Cloud – das Sharing-Modell für alle

Lassen Sie sich durch den Begriff «Public» nicht irreleiten. Ihre Daten sind dabei keineswegs öffentlich zugänglich, sondern durch den Cloud-Provider bestens geschützt. Public bezieht sich lediglich auf das standardisierte Angebot, welche eine möglichst breite Kundenschar ansprechen soll. Am Flughafen-Beispiel heißt das: Alle teilen sich das gleich Fahrzeug, welches zu einem vorgegebenen Zeitplan klar definierte Haltestellen bedient. Der individuelle Spielraum ist dabei logischerweise eingeschränkt. Dafür profitieren die Public-Kunden von günstigeren Preisen: Die Anschaffungskosten und der Unterhalt (egal, ob Bus oder Rechenzentrum) werden auf viele Schultern verteilt und reduzieren sich dabei entsprechend. 
 
Ein weiterer Vorteil, welcher die Public Cloud dank ihrer «Schwarmnutzung» bietet, ist der breite Funktionsumfang sowie die laufende Systemaktualisierung. Die Public Cloud muss den Ansprüchen vieler Nutzer gerecht werden. Entsprechend weit ist das Anwendungsspektrum sowie der von den verschiedenen Usern eingebrachte Input für die Weiterentwicklung der Dienste.  
 

Private Cloud – für gehobene Ansprüche

Wer lieber auf Individualität und Flexibilität setzt, bekommt mit der Private Cloud einen exklusiven Service geboten. Der Kunde bestimmt dabei die Qualität (und damit indirekt auch das Budget) der gewünschten Leistungen. Wenn die Ansprüche bzw. Anforderungen hinsichtlich Performance, Verfügbarkeit oder Sicherheit die Möglichkeiten der Public Cloud übersteigen, kann sich bei den meisten Cloudservice-Anbietern ein individuelles Leistungspaket zusammenstellen lassen. Das hat zwar in der Regel seinen Preis, bietet dafür aber auch einen entsprechenden Mehrwert.  
 
Im Gegensatz zu den mehr oder weniger standardisierten Angeboten einer Public Cloud, können Private-Kunden ihre Flughafenlimousine (um bei obigem Beispiel zu bleiben) jederzeit buchen. Auch Zwischenstopps sind natürlich möglich. Umgemünzt auf IT-Leistungen heißt das nichts anderes, als dass diese im Prinzip beliebig skalierbar sind und sich auf die aktuellen Kundenbedürfnisse anpassen lassen.  

Welches Modell ist für mich das richtige?

Die jeweiligen Vorteile der unterschiedlichen Cloud-Modelle sind einfach zu erkennen. Damit bleibt jedoch die Frage, welches Modell sich für Ihr Unternehmen eignet, unbeantwortet. Vielleicht hilft Ihnen folgende Gegenüberstellung bei der Entscheidungsfindung: 
 
Wählen Sie die Private Cloud, wenn… 
    Individualanpassungen erfolgen müssen 
    die Kostenfragen eine eher untergeordnete Rolle spielt 
 
Wählen Sie die Public Cloud, wenn… 
    wenn Sie den Funktionsumfang des Standards nutzen möchten 
    keine ausserordentlichen IT-Ansprüche bestehen 
    die IT-Kosten möglichst moderat bleiben sollen 
    die Vorteile eines breit abgestützten Angebots genutzt werden sollen 
 
Ob Private oder Public Cloud – schlussendlich wird der Entscheid stark von den Menschen dahinter geprägt. Die Kommunikation mit dem Anbieter und das in ihn gesetzte Vertrauen sind der Schlüssel für erfolgreiche Cloud-Projekte.  

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory.BusinessWorld aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.
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