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Optimieren Sie Produktionsprozesse durch die mobile Datenerfassung

von David Lauchenauer am 12.09.2017

Bei der Produktion von Gütern entstehen zwangsläufig zahlreiche Daten: Anzahl der hergestellten Erzeugnisse, Ausschussquote, Taktrate, Materialverbrauch uvm. Diese sind insbesondere für diese Fachabteilung von großem Interesse, da sie das Potenzial zur Produktionsoptimierung besitzen, die bereits seit Jahrhunderten im Mittelpunkt steht und aktuell in Form der „Smart Factory“ ganz neue Dimensionen erreicht. Vor allem die Produktionskosten sind dabei der treibende Faktor, der stetig gesenkt werden soll – bei entsprechend optimierter Produktion und gleichbleibender Qualität. Welche Rolle dabei die mobile Datenerfassung spielt, erfahren Sie in diesem Artikel.


Daten als zentrale Elemente von Unternehmensprozessen

Damit in der Fertigung überhaupt mit der Produktion von Gütern begonnen werden kann, benötigt es detaillierte Informationen sowie passender vor- und nachgelagerter Prozesse. Schließlich muss nicht nur klar sein was, mit welchen Spezifikationen, in welcher Menge und für welchen Kunden zu fertigen ist, sondern auch alle dafür benötigten Produktions- und Hilfsstoffe sowie Halbfabrikate müssen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung stehen. Um dies zu bewerkstelligen, kommt in der Regel ein ERP-System zum Einsatz, welches die komplexen Prozesse miteinander verknüpft und die voneinander abhängigen Informationen transparent verwaltet. Die dabei entstehenden Daten sind wiederum relevante Kennzahlen im ERP-System und ermöglichen so die bessere Steuerung sowie Optimierung des Produktionsprozesses.


Mobile Datenerfassung vereinfacht Produktionsprozesse

Wenn Produktionsleiter nach den häufigsten Herausforderungen während des Produktionsalltags befragt werden, so sind Defekte in der Regel an erster Stelle zu finden. Was auch immer die Produktion zum Halten bringt und den geplanten Ablauf durcheinanderwirbelt, verursacht hohe Kosten und zusätzliche Aufwände. Auch wenn entsprechende Fehlfunktionen bei den Produktionsmaschinen nie ganz ausgeschlossen werden können, so investieren immer mehr Hersteller hier in proaktive Sensortechnik, die die Wartung optimiert und kritische Fehler verhindern soll. Dafür werden Daten dort erhoben, wo sie relevant sind: nämlich direkt bei der Maschine selbst, um sie dann weiterzuverarbeiten. Die entsprechende Vorgehensweise optimiert auch den Produktionsprozess dahingehend, dass alle Informationen, die bereits bei ihrer Entstehung erfasst werden können, zu einem entscheidenden Wissens- und Zeitvorsprung führen können. So erfährt der Produktionsleiter beispielsweise bereits beim Abschluss eines dringenden Auftrags, der in der bestehenden Planung dazwischengeschoben werden muss, von der neuen Herausforderung und kann umgehend mithilfe des ERP-Systems die Planung dahingehend anpassen. Eine ganzheitliche ERP-Software, die das PPS als Modul bereits inkludiert hat, sorgt dafür, dass die bereichs- und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit gelingt und die Produktion bestmöglich gesteuert werden kann.


Mobile Datenerfassung via MDE

Damit Informationen sofort im Unternehmen bereitstehen, müssen diese auf dem schnellstmöglichen Weg ins ERP-System gelangen. Mobile Datenerfassungsgeräte (kurz: MDE) leisten genau dies und ermöglichen es den Anwendern auf elektronische Weise die Daten dort zu erfassen, wo sie entstehen. Insbesondere beim Wareneingang, Produktion, Lager und der Kommissionierung von Gütern macht sich dies bezahlt und beschleunigt Prozesse, da Informationen nicht mehr händisch übertragen werden müssen. So passieren weniger Fehler, von denen auch das Qualitätsmanagement bei der Überprüfung von Chargen bzw. Varianten profitiert; die gesamte Fertigungskette kann lückenlos festgehalten werden. Durch MDEs haben die Benutzer aber auch mobilen Zugriff auf das ERP und können so beispielsweise nicht nur den Lagerstand einsehen, sondern wissen auch direkt für welchen Kunden welche Rohstoffe vorgesehen sind und können ebenfalls die Maschinenbelegung betrachten. 


Variable Integrationstiefe ermöglicht flexible Anpassung auf Unternehmensprozesse

Für die Lagerbewirtschaftung und die Produktion ist die mobile Datenerfassung schon kaum mehr wegzudenken, doch die Integrationstiefe sollte dabei jeweils auf die individuellen Geschäftsprozesse optimiert werden. Während sich manche Unternehmen beispielsweise damit begnügen, relevante Informationen zu Produktionsaufträgen wie Chargen-/Seriennummern zu scannen, so halten andere Betriebe die gesamte Wertschöpfungskette nach und analysieren auch weitere anfallende Daten, um den Prozess weiter zu optimieren. Die kontinuierlich gesammelten Informationen lassen sich dann in anderen Abteilungen sofort weiterverwenden, beispielsweise um den Vertrieb auf bestimmte Produkte zu fokussieren, neue Bestellungen im Einkauf auszulösen oder den Logistiker zu beauftragen. Darüber hinaus lassen sich diese Informationen auch für Entscheider in Form von Dashboards bzw. Management-Reportings aufbereiten; so sehen die relevanten Manager jederzeit, wo eventuell etwas nicht nach Plan funktioniert und können umgehend eingreifen – im Falle von einem Cloud ERP dann auch mobil während der Geschäftsreise oder beim Kunden vor Ort.


Das ERP als IT-Rückgrat im Unternehmen

Eines ist gewiss: zukünftig werden noch mehr Daten bei der Produktion anfallen. Der Wert dieser Informationen ist gewaltig, wenn diese denn entsprechend lückenlos und transparent in Kontext gebracht werden können. Ganzheitliche ERP-Lösungen übernehmen daher in immer mehr Unternehmen die Rolle des IT-Rückgrats, um Systembrüche zu vermeiden und ein einziges System zu besitzen, welches die uneingeschränkte Datenhoheit innehat. So wird sichergestellt, dass alle mobil erfassten Informationen auch an einer Stelle gesammelt sowie in allen Abteilungen auch wieder zur Verfügung stehen. Insbesondere im Hinblick auf Industrie 4.0 und dem Internet of Things spielt hier auch die automatisierte Erfassung eine immer größere Rolle, sodass es moderner IT-Systeme benötigt, die mithilfe dieser Informationen Produktionsprozesse optimieren und so letztlich Wettbewerbsvorteile erschließen können.

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory.BusinessWorld aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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