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Kriterien für die Wahl eines SaaS-Anbieters

von David Lauchenauer am 14.11.2017

Das Internet ist für viele von uns inzwischen ein fester Bestandteil des Alltags. Praktische Anwendungen und immer leistungsfähigere Datenverbindungen machen die Nutzung einfach und schnell. Gerade für Unternehmen ist der Bezug von Programmen, Speicherplatz oder Rechnerleistung als Service attraktiv. Sogenanntes Cloud-Computing ersetzt den Kauf und Betrieb von IT-Infrastruktur durch transparente Nutzungsmodelle. Als Teilbereich der Cloud stösst insbesondere Saas (Software-as-a-Service) zunehmend auf Begeisterung. Auf welche Kriterien sollte man dabei bei der Wahl eines Anbieters achten?
 

Vertrauenssache: Trau, schau, wem! 

Mit der Nutzung von SaaS-Angeboten begeben Sie sich bis zu einem großen Grad in die Abhängigkeit des entsprechenden Dienstleisters. Prüfen Sie deshalb dessen Vertrauenswürdigkeit und Kreditwürdigkeit. Erweckt der Betreiber einer SaaS-Lösung einen eher dubiosen Eindruck, sollten Sie vielleicht besser eine Alternative suchen.
 

Mogelpackung oder echte SaaS-Anwendung? 

Der Boom rund um die Cloud hält ungebremst an. Das haben auch Softwareanbieter gemerkt, welche keine SaaS-fähige Lösungen haben. Um trotzdem mitzuhalten, werden allerlei Tricks angewendet, wie etwa die Installation spezieller Web-Clients oder Verbindungsprogramme. Um Mogelpackungen zu entlarven, setzen Sie sich einfach an einen beliebigen PC im Internet-Café und starten Sie die Applikation. Ist dies ohne Hilfsprogramme oder Zusatztools möglich? Sie können dazu auch eine Demo-Version benutzen und sich dabei gleich ein Bild von einem mobilen Einsatz machen. 
 

Sicherheit und Verfügbarkeit 

Jede SaaS-Lösung hat irgendwo ihren Ursprung. Dort nämlich, wo auf einem Rechner die entsprechenden Programme laufen, Ihre Daten gespeichert werden und beides über eine Internetverbindung den Weg zu Ihnen finden. Entscheidend sind dabei die Sicherheit und Verfügbarkeit des Rechners bzw. Rechenzentrums sowie die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur und die Bandbreite der Internetleitung. Welche Datenschutzgesetze dabei zur Anwendung kommen, hängt vom Standort des jeweiligen SaaS-Betreibers ab. Achten Sie darauf! 
 

Volles Programm muss sein 

Machen Sie auch bei SaaS-Lösungen keine Abstriche in Sachen Funktionalität! Moderne ERP aus der Cloud z.B. sind heute mindestens genauso leistungsfähig wie herkömmliche On-Premise-Anwendungen. Sie dürfen also getrost das volle Programm erwarten. Unabhängig, ob die Lösung in einer Public Cloud oder Private Cloud betrieben wird, sollte zudem eine maximale Anpassbarkeit (Parametrierung) gewährleistet sein. 
 

Transparente Verträge und Abo-Modelle 

SaaS-Lösungen werden im Abo-Modell betrieben. Die Laufzeiten können zwischen Monats- und Jahres-Abonnements variieren. Beim Angebot sollten die wichtigsten Fakten auf einen Blick klar sein: Dauer, Kündigungsfrist, Kosten, Leistungen. Es lohnt sich, auch einen Blick auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zu werfen.  
 

Support, Schulung, Service 

Inzwischen gibt es zahlreiche Business-Anwendungen aus der Cloud. Oft wird dabei irrtümlicherweise angenommen, dass SaaS gleichbedeutend wie einfach ist. Dem ist nicht so. Ein IT-Projekt bleibt komplex, unabhängig vom Betriebsmodell. Daher ist es hilfreich, wenn Sie bei der Umsetzung auf die Unterstützung durch den SaaS-Anbieter zählen können. Das Spektrum reicht dabei von Beratung und Planung über Projektmanagement und Konfigurationsunterstützung bis zu Schulung und Support. Speziell bei komplexen SaaS-Lösungen wie ERP-Systemen ist es vorteilhaft, wenn der Anbieter auch Zusatzleistungen wie Individualprogrammierungen oder Datenübernahmen übernimmt. Als Faustregel gilt: Je mehr Dienstleistungen angeboten werden, desto einfach wird es für Sie als Anwender.  
 

Weiterentwicklung der Software 

Einer der Vorteile von SaaS-Lösungen ist, dass Sie sich nie mehr um Updates kümmern müssen. Die Aktualität der Software ist automatisch gewährleistet. Angenehmer Nebeneffekt: Es kommen keine Update-Kosten mehr auf Sie zu, wie dies bei On-Premise-Lösungen noch immer oft der Fall ist. Trotzdem ein Tipp: Um festzustellen, wie «lebendig» die SaaS-Anwendung ist, schauen Sie sich die History bezüglich Versionen und Service-Packs an.  
 

Die Menschen hinter der Cloud 

Dem Internet wird oft vorgeworfen, dass es den zwischenmenschlichen Kontakt ausschalte und zu Vereinsamung führe. Die Gefahr besteht natürlich auch zwischen Ihnen und Ihrem SaaS-Anbieter. Trotzdem sollte es Ihnen möglich sein, die Menschen hinter der Cloud kennenzulernen. Das kann am Telefon sein, bei einem Beratungsgespräch oder einem Kundenanlass. Warum? Weil es trotz aller Technologie schlussendlich immer die Menschen sind, welche über Erfolg oder Misserfolg eines Projekts entscheiden.

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory.BusinessWorld aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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