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Hyperkonnektivität - warum dieser Trend wichtig ist

von David Lauchenauer am 02.03.2018

Eine Überfülle an Verbindungen; so oder ähnlich könnte man den Begriff Hyperkonnektivität übersetzen. Verwendet wird er bereits in der Medizin, andererseits auch im Digital Business. Die digitale Vernetzung von Individuen, Dingen, Maschinen, Geräten, Unternehmen – kurz der gesamten Welt – verändert nicht nur unser Verhalten und unsere Wahrnehmung. Damit verbunden entstehen neue Geschäftsmodelle und teilweise hochgradig automatisierte Prozesse. Was das für Unternehmen bedeutet und wo wir uns in diesem Wandel befinden, erläutert dieser Beitrag. 
 

Aufbruch in ein neues Zeitalter

Das World Economic Forum (WEF) hat 2016 unter dem Titel «Digital Enterprise» ein Whitepaper veröffentlicht, welches auf die Veränderungen einer zunehmend digitalen Wirtschaft hinweist. Dabei gehen die Autoren davon aus, dass einer ersten Phase – nämlich jetzt – die Kosten für zentrale Anwendungen wie 3-D-Druck, Roboter, Sensoren, mobile Geräte, Drohnen und andere «Smart Devices» weiter sinken. Als Folge entsteht das Internet der Dinge, eine hochgradig verknüpfte Welt, welche uns ins Zeitalter der Hyperkonnektivität katapultiert. Das was wir heute erleben, ist dabei nur der Anfang. 
 

Technologie als Wegbereiter

In einem beachtenswerten Essay in der Berliner Gazette hat Felix Stalder festgehalten, dass alles, was wir tun, dadurch beeinflusst ist, dass wir in einer hyperkonnektiven Kultur leben. Technologien sind dabei der Katalysator für Trends wie gezieltes Suchen, Filtern und Auswählen von Informationen. Es entstehen Patchwork-Identitäten, welche den immer weniger standardisierten Lebensläufen der Menschen entsprechen. Hierarchische Befehlsstrukturen stossen zunehmend auf Ablehnung, da sie in keinem Verhältnis zur Vielzahl an Möglichkeiten und Ausprägungen des Individuums stehen. Maßstäbe und Details verlieren an Bedeutung, weil das Hinein- und Hinauszoomen zum Standard geworden ist, so Felix Stalder.  
 

Total verknüpft = alles immer jetzt und hier

Nebst der Komplexität, welche eine total vernetzte Welt mit sich bringt, stellt uns die Zeit als Dimension vor völlig neue Herausforderungen: Es gibt sie nämlich schlichtweg nicht mehr. Das mag vielleicht etwas übertrieben sein, aber stellen wir uns nur mal vor, dass alle Dinge und Menschen künftig elektronisch verbunden sind. Informationen fliessen ohne manuelles Eingreifen in Lichtgeschwindigkeit von Punkt A zu Punkt Z. In Bruchteilen von Sekunden werden Prozessketten, wie zum Beispiel Joghurt-Kühlschrank-Nachbestellung-Lieferant-Logistik-Bezahlen, vollautomatisch ablaufen können.  
 

Kreatives Business-Denken ist gefordert

Wer nicht in der Lage ist, mit solchen technologischen Möglichkeiten zu spielen und zu experimentieren, wird früher oder später den wirtschaftlichen Anschluss verlieren. Der Kreativität bzw. Fantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Hyperkonnektivität stellt die Bausteine zur Verfügung, um völlig neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Bereits heute stellen wir fest, dass der Antrieb für Innovationen zunehmend von Fachabteilungen oder direkt von den Konsumenten kommen. Die Impulse kommen vom Business, neue Technologien ermöglichen deren Umsetzung. Dieser Trend wird sich in einer hyperkonnektiven Welt im Sinne von «Technology follows Business» weiter verstärken. 
 

Das Unvermeidliche strategisch anpacken

Wir stehen am Anfang des hyperkonnektiven Zeitalters. Es wird unvermeidlich sein, sich früher oder später mit den Veränderungen auseinanderzusetzen. Je früher, desto besser. Denn wie heisst es doch: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Das Definieren einer Strategie ist für Unternehmen auf dem Weg in das Zeitalter der totalen Vernetzung von Menschen, Dingen und Maschinen sehr zu empfehlen. Wie man das am besten macht, schlägt Rita Gunter McGrath, Professorin für Wirtschafts- und Unternehmensstrategie an der renommierten Columbia Business School, wie folgt vor: 
  1.     Denken Sie an Schauplätze, nicht nur an Industriezweige. 
  2.     Definieren Sie breite Themenfelder und lassen sie die Leute darin experimentieren. 
  3.     Verwenden Sie Kennzahlen, welche ein unternehmerisches Wachstum unterstützen. 
  4.     Konzentrieren Sie sich auf das Sammeln von Erfahrungen und die Lösung von Problemen. 
  5.     Setzen Sie auf starke Beziehungen und Netzwerke. 
  6.     Vermeiden Sie radikale Restrukturierungen; praktizieren Sie eine schrittweise Loslösung. 
  7.     Entwickeln Sie ein systematisches Herangehen an Innovationen im frühen Stadium. 
  8.     Ausprobieren, wiederholen, lernen

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory.BusinessWorld aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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