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Gesamtlösung oder Best-of-Breed? Eine Gegenüberstellung

von David Lauchenauer am 17.10.2017


Gesamtlösungen punkten mit umfangreichen Funktionsumfang

Bei Betrachtung von ganzheitlichen IT-Systemen, auch unter Software-Suites bekannt, wird eine modularisierte Systemarchitektur verstanden, die auf einer einheitlichen Datenbasis aufsetzt. Der Kunde kann nun vollkommen selbständig entscheiden, welche Module er lizenziert und daraufhin aus der Standard-Software sich die Lösung selbst zusammenstellen, welche die individuellen Herausforderungen des Unternehmens am besten abbilden. So kann ein produzierendes Unternehmen beispielsweise eine Kombination aus ERP, CRM, Finanzbuchhaltung und PPS einsetzen während ein E-Commerce-Händler hier auf ERP, CRM, Finanzbuchhaltung und dem passenden E-Commerce-Modul setzt. Der vertikale Funktionsumfang lässt dabei schon lange nicht mehr zu wünschen übrig; viele ganzheitliche Lösungen bieten einen Leistungsumfang, der den effektiven Bedarf von rund 80% aller KMU bei Weitem übersteigen.


Best-of-Breed-Software deckt Spezialanforderungen ab

Manche Unternehmen haben ganz spezielle Anforderungen hinsichtlich Anwendungsfelder wie beispielsweise E-Commerce, CRM, Marketing oder Dokumentenmanagement, welche die Mehrkosten in der Entwicklung bzw. Integration von Spezialsoftware rechtfertigen. Tatsächlich übersteigen jedoch nur von den wenigsten Betrieben die individuellen Anforderungen den tatsächlichen Umfang von modernen Gesamtlösungen. Hierbei gilt es dann abzuwägen, ob die entsprechenden Unternehmensprozesse wirklich so essenziell sind, um eine Speziallösung zu rechtfertigen. 


Die individuellen Anforderungen diktieren das Vorgehen

Wenn es letztlich um die Entscheidung geht, ob eine ganzheitliche ERP-Software eingeführt wird oder man doch besser mit Best-of-Breed-Lösungen arbeiten sollte, diktieren hier die individuellen Unternehmensprozesse und die daraus resultierenden Anforderungen das Vorgehen. Hierfür ist es essenziell, dass eine gesamte Aufnahme aller IST-Prozesse im Unternehmen erfolgt, bei der Ihr IT-Berater Ihnen mit Rat und Tat unter die Arme greifen kann, denn hierbei lassen sich oftmals bereits Optimierungspotenziale aufdecken. Steht der gesamte Anforderungskatalog fest, so kann mit der Anbieterauswahl begonnen werden. Hierbei sollten weniger Standardprozesse wie die Erstellung von Rechnungen oder Angeboten im Vordergrund stehen, sondern die spezifischeren Anforderungen der einzelnen Fachabteilungen beachtet werden. Bei diesem Vorgehen kann der IT-Berater bereits die mögliche Auswahl auf die vielversprechendsten Anbieter reduzieren, deren Leistungsumfang dann in Absprache mit den Fachabteilungen evaluiert wird. Manche ganzheitlichen Systeme erlauben hier auch via Customizing die Anpassung anhand des vorgegebenen Anforderungskatalogs und sollte daher ebenfalls thematisiert werden.


Vor- und Nachteile der beiden Vorgehensweisen

Die Gesamtlösung punktet mit dem All-in-one-Konzept, welches eine große Vielfalt an Business Software modulbasiert integriert. Da alles aus einer einzigen Hand stammt, gibt es nur eine Datenbasis; alle Module sind voll integrierbar und bei Rückfragen gibt es auch nur einen Ansprechpartner. Gegen die ganzheitliche Lösung spricht, dass diese für die üblichen Anforderungen der allermeisten Unternehmen konzeptioniert wird und daher individuelle Notwendigkeiten im Leistungsumfang nur via Customizing abbilden kann. 

Wer auf eine Best-of-Breed-Lösung setzt, kann diese hinsichtlich des geforderten Anforderungskatalogs gezielt aussuchen und sich so sicher sein, dass alle Wünsche Berücksichtigung finden. Die Integrierbarkeit der Lösungen gestaltet sich jedoch häufig als schwierig; über Schnittstellen lässt sich oftmals nur eine geringe Integrationstiefe erzielen. Auch die Kosten für die Software-Einführungen, Wartung und Betrieb übersteigen in der Regel die Aufwände einer ganzheitlichen Software und es muss sichergestellt werden, dass Mitarbeiter auf alle Systeme gleichermaßen geschult sind. Ein großer Leistungsumfang bringt hier auch nur die erhofften Ergebnisse, wenn Anwender diese auch bedienen können. Zuletzt muss beachtet werden, dass verschiedene Anbieter Ansprechpartner bei Problemen sind. Hier stellt sich nicht selten die Frage der Verantwortlichkeiten, wenn es bei der Integration der Best-of-Breed-Architekturen zu Problemen kommt.

Abschließend lässt sich festhalten, dass für die Anforderungen der meisten Unternehmen die Standard-Software diese mehr als ausreichend abdecken kann. Müssen individuelle Herausforderungen bewältigt werden, so kann eine Speziallösung die Antwort darstellen, um eventuell so ein Plus an Effizienz und damit Wettbewerbsvorteilen zu erzielen. Wer hier jedoch nicht genau weiß, was er tut und alle Puzzleteile perfekt zusammenfügt, wird genau das gegenteilige Ergebnis erzielen und hohe Kosten rechtfertigen müssen.

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory.BusinessWorld aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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