Weitere Themen

Die Cloud in Deutschlands Unternehmen

von David Lauchenauer

Bereits zwei von drei Unternehmen in Deutschland nutzen Cloud-Services. Die Wolke hat sich fest etabliert. Zu diesem Schluss kommt der Cloud Monitor 2017, welcher von der Bitkom Research GmbH im Auftrag der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erstellt wurde. Die Studie zeigt auch, dass die Zahl der Cloud-Nutzer weiter gestiegen ist. Es sind vor allem die guten Erfahrungen mit der Public Cloud, welche die Entwicklung des Cloud-Marktes positiv beeinflussen. 
 

Anstieg der Cloud-Nutzung hält an 

Im Vergleich zum Vorjahr hat die Cloud-Nutzung um 11 Prozent zugenommen. Gleichzeitig ist der Anteil an Unternehmen zurückgegangen, für welche die Cloud kein Thema ist. Vom Wachstum profitieren die Private Cloud und die Public Cloud gleichermaßen. 65 Prozent der deutschen Unternehmen setzen auf Cloud-Computing. In weiteren 18 Prozent wird der Einsatz zumindest diskutiert. Vor allem mittlere und größere Unternehmen (100 – 1.999 Mitarbeitende) haben dabei eine klare Strategie. Bei kleinen Firmen hapert es in diesem Bereich noch.  
 

Energie-Branche hat die Nase vorn

Offenbar liegt der Energie-Branche das Thema Cloud am meisten; rund neun von zehn Unternehmen setzen auf die Cloud. Damit hängt dieser Wirtschaftszweig sogar den ITK-Bereich ab. Dort sind es „nur“ etwa 80 Prozent aller Betriebe, welche sich für die Wolke entschieden haben. Das Schlusslicht der Cloud-Durchdringung bilden Banken, Versicherungen und – etwas erstaunlich – der Handel. Hier besteht offenbar wortwörtlich noch Handlungsbedarf. Mit Spannung darf man die Zahlen des Monitors 2018 erwarten. 
 

Public Cloud-ERP auf Vormarsch

Nebst Security as a Service (Antiviren-Programme, Web Security usw.) konnte der ERP-Bereich das größte Wachstum gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Inzwischen setzt fast jedes dritte Unternehmen auf ERP aus der Public Cloud. Dabei sehen die befragten Firmen den größten Nutzen beim mobilen, ortsunabhängigen Zugriff sowie bei der schnellen Skalierbarkeit von IT-Leistungen. Das Thema Sicherheit wird zunehmend positiv beurteilt. Rund die Hälfte der Unternehmen sind der Ansicht, dass dank der Cloud die Datensicherheit zugenommen hat. Trotzdem bleibt die Sorge vor einem unberechtigten Zugriff auf Unternehmensdaten. Mehr Transparenz und gezielte Informationen zu Sicherheits- und Datenschutzaspekten täten deshalb Not, so die Studie. 
 

Am liebsten „Cloud made in Germany“ 

Wie zu erwarten war, dominiert der Standortfaktor bei den Anforderungen an die Cloud-Anbieter. Mehr als drei von vier Unternehmen sehen es als Must-have, dass der Hauptsitz des Anbieters im EU-Raum liegt. Ein Domizil in Deutschland ist für 60 % zwingend und für weitere 36 % wünschenswert. Nur einem von zehn Unternehmen ist es egal, wenn sich das Rechenzentrum außerhalb der EU befindet. Doch das sind bei weitem nicht die einzigen Kriterien, welche Kunden von Cloud-Anbietern verlangen. Die Integrationsfähigkeit, vertraglich geregelte Ausstiegsmöglichkeiten, transparente Sicherheitskontrollen, unabhängige Zertifikate oder die Möglichkeit, Daten selber verschlüsseln zu können, sind weitere Aspekte. 
 

Auch kritische Daten in der Public Cloud

Je grösser das Unternehmen, desto eher die Bereitschaft, auch kritische Geschäftsdaten oder personenbezogene Informationen in der Public Cloud zu speichern. Kleinere Firmen bevorzugen gemäß der Studie nach wie vor interne Server. Es ist zu vermuten, dass bei Großunternehmen der Nutzen eines dezentralen Datenzugriffs allfällige Sicherheitsbedenken übertrifft. Drei Viertel aller befragten Unternehmen sind der Ansicht, dass es schwieriger ist, Daten in der Public Cloud zu schützen als im eigenen Netzwerk. Trotzdem schneiden bereits heute Cloud-Lösungen besser ab als interne IT-Systeme, wenn es um die gemeldeten Datensicherheitsvorfälle geht. Dies könnte allerdings auch darauf zurückzuführen sein, dass interne Systeme häufiger für geschäftskritische Anwendungen genutzt werden und dadurch eher zum Angriffsziel werden.  
 

Fazit: Die Wolke wächst weiter 

Die Studie zeigt, dass der Cloud-Markt in Deutschland weiterhin auf Wachstumskurs ist. Insbesondere die Nachfragen nach Public Cloud-Services steigt, obwohl die Datensicherheit ein zentrales Thema bleibt. Liegt der Hauptsitz des Rechenzentrums bzw. des Service-Anbieters im EU-Raum oder noch besser in Deutschland, haben die meisten Unternehmen keine Bedenken. Nachholdbedarf sieht die Studie allerdings bei der Cloud-Strategie vieler Firmen.  
 
 
Quellenhinweis: Der Inhalt dieses Beitrags basiert auf der Studie „Cloud-Monitor 2017“, welche von der Bitkom Research GmbH im Auftrag der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erstellt worden ist. Den ausführlichen Bericht mit allen Ergebnissen und Empfehlungen können Sie hier herunterladen. 

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory.BusinessWorld aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.
Zurück zur Übersicht der Blog-Beiträge

Kommentare


Es wurde noch keine Kommentare abgegeben.
Zurück zur Übersicht der Blog-Beiträge

Kommentar verfassen

Name:

E-Mail:

Kommentar: Bild-Link*:

*Möchten Sie, dass ein individuelles Bild neben Ihrem Kommentar angezeigt wird, dann tragen Sie bitte den Link zu dem Bild in das Feld "Bild-Link" ein. Idealerweise hat das Bild eine Abmessung von 50x50 Pixeln.

Weitere Themen

<< < 1 2 3 ... > >>

© myfactory International GmbH 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Über uns

myfactory ist die webbasierte Business Software für KMU in den Bereichen ERP, CRM, PPS, MIS, Portal, Shop, Groupware und Finanzbuchhaltung.

Kontakt

Agnes-Pockels-Bogen 1
D-80992 München

16.01.2018
12.01.2018
09.01.2018
05.01.2018
15.12.2017