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Cloud-Computing erklärt: die Technologie hinter dem Buzzword

von David Lauchenauer am 29.08.2017

Die Cloud ist inzwischen einer der primären Wachstumstreiber der IT-Branche. In spezialisierten Rechenzentren gespeicherte Daten und betriebene Anwendungen sind zweifelsohne auf dem Vormarsch. Diese Entwicklung betrifft auch Business Software, die nun vermehrt cloudbasiert angeboten und in Unternehmen eingeführt wird. Doch was ist Cloud-Computing nun genau und in welcher Form können Betriebe davon profitieren?
 

Was ist Cloud-Computing eigentlich?

 

Wie entstand die Cloud?

Die Vorläufer des heutigen Internets entstanden bereits in den 1960er Jahren, damals nutzen hauptsächlich Wissenschaftler und das Militär die Technologie, um Informationen auszutauschen. Zu dieser Zeit entstanden auch erste grundsätzliche Überlegungen der Cloud. Nachdem das heutige World Wide Web im Jahre 1991 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde und kurz darauf erste Browser auf dem Markt erschienen, war die Bewegung für die weltweite Vernetzung von Menschen und Maschinen nicht mehr aufzuhalten. Mit steigender Verfügbarkeit, Bandbreitenausbau und leistungsfähiger Hardware entwickelten die ersten Application Service Provider (ASP) ihre Dienstleistungen, die erstmals den externen Betrieb von Unternehmenssoftware beinhalteten. Hierbei sorgte der Provider für die nötige Hardware und die Verfügbarkeit der Anwendung, der Nutzer konnte auf sein System für eine monatliche Gebühr zugreifen. Diese Vorgehensweise wurde durch den Siegeszug von Cloud-Computing nach der Jahrtausendwende und der steigenden Popularität von Software-as-a-Service abgelöst.
 

Welche Formen von Cloud-Computing gibt es?

Grundsätzlich lässt sich die Cloud in verschiedene Bereitstellungsformen unterschieden: namentlich die public und private Cloud. In der öffentlichen Variante nutzen viele Anwender dasselbe System mit denselben Spezifikationen, die individuellen Systemeinstellungen und Daten werden jedoch gründlich voneinander getrennt. Entsprechende Systeme sind also mehrmandantenfähig und können nach Belieben skaliert werden; Updates werden systemweit ausgerollt. Ein private Cloud Angebot ist eine individuelle Instanz in einer eigenen Cloud-Umgebung, hier greift lediglich ein Unternehmen auf diese Installation zu.  
 
Cloud-Dienste werden nach der Everything-as-a-Service (EaaS) Mentalität angeboten, hier steht das dienstbasierte und flexible Geschäftsmodell im Fokus. Je nach benötigtem Anwendungsfall kann das Unternehmen also die spezifisch benötigten Services buchen. Grundsätzlich lassen sich diese unterscheiden in:
 
1. Software-as-a-Service (SaaS): Hierbei bezieht das Unternehmen eine komplette Anwendung, beispielsweise ein ERP-System, als Dienstleistung und kann im Gegenzug zu einer monatlichen Abo-Pauschale über das Internet darauf zugreifen. Diese Bereitstellungsform ist insbesondere für Business Software auf dem Vormarsch, da sich Unternehmen nicht mehr um den Software-Betrieb kümmern müssen, sondern sich ganz auf die Wertschöpfung konzentrieren können. 
2. Infrastructure-as-a-Service (Iaas): Auch IT-Infrastruktur lässt sich mittels IaaS bei Bedarf (on-demand) flexibel anmieten, um so ohne eine eigene Hardware Unternehmenssoftware oder aufwendige Web-Applikationen zu betreiben, Leistungsspitzen abzufangen oder bestehende Systeme zu erweitern.
3. Platform-as-a-Service (PaaS): Ein Unternehmen, welches eine integrierte Laufzeit- bzw. Entwicklungsumgebung benötigt, kann diese als PaaS cloudbasiert beziehen und muss keine eigene Plattform etablieren.
 
Unternehmen haben so die Möglichkeit flexible, skalierbare Leistung in Abhängigkeit des individuellen Bedarfs zu mieten und benötigen keine eigene IT-Infrastruktur für ihre Bedürfnisse mehr.
 

Von welchen Cloud-Vorteilen profitieren Unternehmen?

Wurde die Entwicklung einst vor allem von großen Konzernen vorangetrieben, so sind es inzwischen primär KMU, die in Sachen Cloud-Nutzung aufholen. Das belegt auch die aktuelle Cloud Monitor Studie von Bitkom Research im Auftrag der KPMG: im Jahre 2016 setzten so bereits zwei von drei Unternehmen in Deutschland auf die Power aus der Cloud. Zum Einsatz in Unternehmen kommen hierbei primär Unternehmenssoftware wie ERP- oder CRM-Systeme sowie cloudbasierter Speicher und Infrastruktur aus der Cloud. Besonders Software-as-a-Service gilt aber als primärer Antrieb von Cloud-Computing.
 
Einer der primären Vorteile von webbasierter Business Software ist vor allem die vollkommene Mobilität, so lassen sich selbst kritische Anwendungen zum Enterprise Resource Planning von jedem Endgerät mit Browser nutzen. Dies vereinfacht nicht nur Bestrebungen zum Home- bzw. Flex-Office, sondern erleichtert auch die Arbeit des Außendienstes maßgeblich. Moderne, ganzheitliche ERP-Systeme ermöglichen darüber hinaus ein abteilungsübergreifendes Arbeiten, sodass der Vertriebler beim Kunden vor Ort den Lagerbestand einsehen oder Bestellungen aufnehmen kann, die in der Zentrale direkt in die Produktion gehen.
 
Der größte Vorteil für Unternehmen liegt aber insbesondere darin, dass keine eigene IT-Infrastruktur mehr notwendig ist. Es muss also nicht in Hard- oder Software investiert werden, auch die Installation, Aktualisierungen, Wartung, Betrieb und Backups werden direkt vom jeweiligen Anbieter übernommen. So können sich Unternehmen ganz auf die Wertschöpfung konzentrieren und können kosteneffizient die IT in spezialisierte Rechenzentren auslagern.
 

Wie sicher ist Cloud-Computing?

Hemmnisse hinsichtlich der Datensicherheit und des Datenschutzes nehmen zunehmend ab, immer mehr Entscheider vertrauen der Sicherheit des Cloud-Computings. Kein Wunder, so ermöglicht das Outsourcing in spezialisierte Rechenzentren sogar ein noch höheres Sicherheitsniveau als es die allermeisten KMU in ihren eigenen Serverräumen abbilden könnten. Dies liegt vor allem darin begründet, dass die Hochverfügbarkeit der Anwendung aufgrund der regelmäßigen Backups, der Wartung durch Experten und der hohen Redundanzlevel in den Data Centers entsprechend gegeben ist. Gleichermaßen können die Rechenzentren ein deutlich höheres Sicherheitslevel durch besseren Zutrittsschutz, Überwachung, verbesserten Brandschutz sowie eine abgesicherte Strom- und Internetverbindung realisieren. 
 
Bei der Auswahl eines sicheren Cloud-Anbieters sollten Sie vor allem darauf achten, dass der Serverstandort in Deutschland liegt und unsere Datenschutzgesetze eingehalten werden. Darüber hinaus dienen Auszeichnungen wie ISO 27001 oder das TÜV Zertifikat „Certified Cloud Service“ als zusätzliche Merkmale eines vertrauensvollen Anbieters. Achten Sie außerdem darauf, dass das Angebot transparent und Ihr Partner entsprechend Erfahrungen mit Cloud-Angeboten aufweisen kann.

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory.BusinessWorld aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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